
Weltcup in Norwegen
Der vorletzte Weltcup der Saison wurde am vergangenen Wochenende in Norwegen ausgetragen. Für das deutsche Team standen dabei gleich zwei besondere Wettkämpfe auf dem Programm.

Lathi 2026
Die Saison neigt sich langsam dem Ende zu. Der drittletzte Weltcup fand im finnischen Lahti statt.

Olympia 2026
Mit der Schlussfeier in der Arena von Verona endeten die Olympischen Winterspiele – für Jan der bisherige Höhepunkt seiner Karriere.

Weltcup-Finale vor Olympia in Goms
Am letzten Weltcup-Wochenende vor den Olympischen Spielen standen in Goms (Schweiz) drei Rennen auf dem Programm, davon zwei in olympischen Formaten.

Tour de Ski 2026 – Eine emotionale Achterbahnfahrt und der Türöffner zu Olympia
Nach acht intensiven Tagen ist das deutsche Team in der Nacht aus Italien zurückgekehrt. Die Tour de Ski 2026 erwies sich für Jan als emotionale Achterbahnfahrt mit sechs Etappen in nur acht Tagen – und letztlich als entscheidender Schritt in Richtung Olympische Winterspiele.

Weltcup in Davos und erste Periode
Der Saisonstart 2025/2026 verlief für Jan zunächst holprig: Trotz guter Vorbereitung konnte er in Ruka und Trondheim seine Leistungen aufgrund schwieriger Bedingungen und Materialprobleme noch nicht in zählbare Ergebnisse ummünzen. Beim dritten Weltcup in Davos platzte dann jedoch der Knoten, sodass die erste Wettkampfperiode mit mehreren starken Auftritten und klaren Fortschritten abgeschlossen werden konnte.

Sprint Gold Oberhof
Ein spannendes Wettkampf-Wochenende liegt hinter den Athleten des Deutschen Skiverbandes: In Oberhof standen ein Crosslauf, die Deutschen Meisterschaften im Sprint sowie erstmals ein Rollski-Rennen auf dem Programm. Besonders Jan überzeugte dabei mit einem weiteren Sprinttitel und einem starken vierten Platz im Rollski.
Jan Stölben wird zum 3. Mal in Folge Deutscher Meister im Skilanglaufsprint
Alle Jahre findet Ende September in Oberhof die Zentrale Leistungskontrolle der Deutschen Skilangläufer statt. Dabei werden am Freitag in der Skihalle die Deutsche Meisterschaft im Sprint in freier Technik ausgetragen. In diesem Jahr waren als Gäste wieder die Sportler aus Italien (A- und B-Kader) sowie zusätzlich aus Spanien und Brasilien der A-Kader dabei.
Beim DSV-Skihallensprint wird zunächst ein Prolog über 1,4 km gelaufen. Anschließend werden Finalläufe (Heats) über je 0,9 km der jeweils 4 benachbarten Läufer im Klassement durchgeführt. 1-4, 5-8, 9-12 … . In den folgenden Läufen können jeweils die Laufsieder einen Lauf aufsteigen und der Schlechteste steigt ab. Im dritten Finallauf dann werden die Endplatzierungen ausgelaufen. In den Jahren 2022 und 2023 wurde Jan, startend für den SLV Ernstberg und damit für den Skiverband Rheinland, jeweils Deutscher Meister im Sprint.
In diesem Jahr gab es für die Deutschen Skiläufer vor dem Rennen keinen Schneelehrgang, so dass die DSV-Läufer die erste Einheit auf dem Kunstschnee gleich beim Rennen in der Halle in Oberhof absolvierten. Die Saisonplanung hat mehr heimatnahe Lehrgänge vorgesehen. Die internationalen Gäste waren zum Teil seit dem 18. März schon im Trainingslager in Oberhof in der Halle und auf Schnee. Im Prolog belegte Jan mit 2:54,44 Min den 2. Platz von 50 Startern. 0,33 sec hinter dem führenden Jaume Pueyo aus Spanien und 1,63 sec vor Anian Sossau SC Eisenärzt, sowie 3,48 sec vor Federico Pellegrino aus Italien (Weltmeister 2017 und knapp 20-facher Weltcup-Sieger).
Im 1. Lauf mussten diese 4 Schnellsten der Qualifikation gegeneinander Laufen und Jan konnten diesen Heat vor Pellegrino und Pueyo gewinnen. Sossau als 4. musste in den 2. Heat absteigen. Von da stieg Elia Barb aus Italien als Sieger in den 1. Heat auf. Im 2. Lauf konnte Jan wieder gewinnen und blieb vor Pellegrino und Barb. Pueyo musste nun als 4. absteigen. Sossau konnte im 2. Heat siegen und kam damit zum Finallauf wieder zurück. Im finalen dritten Lauf konnte Jan bis kurz vor Schluß wieder führen, ehe zuletzt Federico Pellegrino noch vorbei lief und diesen Lauf gewann. Jan wurde zweiter und damit zum 3. Mal in Folge Deutscher Meister im Skilanglauf-Sprint in freier Skating- Technik. Dritter wurde Elia Barb vor Anian Sossau (der damit wieder die Deutsche Silbermedallie gewonnen hat).
Im 2. Heat lagen Pueyo und Chiochetti (ITA) vorn, Marius Kastner wurde dort 3. und damit gewann er die Bronzemedaille der Deutschen Meisterschaft. Weitere Deutsche waren Janosch Brugger (WSG Schluchsee) auf Platz 8., Elias Keck (TSV Buchenberg) auf Platz 9. und Alexander Brandner (WSV Bischofswiesen) auf Platz 13. Den Sprint der Frauen gewann nun auch schon zum 3. Mal in Folge Coletta Rydzek vor Laura Gimmler und Anna-Maria Dietze. In diesem Format mit den ausländischen Teilnehmern ist ein gutes Weltcup-Niveau gegeben.
Am Samstag findet dann in Oberhof am Grenzadler ein 10km Crosslauf im Rahmen der ZLK statt. Diesen haben die besten Sprinter in diesem Jahr ausgelassen und statt dessen in der Skihalle trainiert. Gewonnen hat hier Friedrich Moch aus Isny in 32:44,5 Min vor Kilian Koller (TSV Buchenberg), Federico Pellegrino, Davide Graz (beide ITA) Luca Petzold (VSC Klingenthal) und Albert Kuchler (SpVgg Lam). Die Frauenkonkurrenz ging an Franceska Franchi (ITA) vor Pia Fink und Caterina Ganz (ITA)
Am Sonntag zum Abschluß findet ein Rollskirennen in Klassik von Gräfenroda nach Oberhof mit gut 16km Länge und 450 Höhenmetern statt. Gewonnen hat hier zum 5. Mal in Folge Thomas Bing (RhönerSV) in 44:45,7 Min vor Paul Graef (WSV Asbach). Mit den beiden war Jan lange Zeit in Front, konnte aber am Berg diese Distanz-Spezialisten nicht halten. Janosch Brugger folgte dann vor Jakob Walther (SSV Erfurt), Albert Kuchler und Anian Sossau. Jan wurde hier schließlich in 46:02,9 Min 7. von knapp 80 Teilnehmern und erreichte damit sein mit Abstand bestes Ergebnis in diesem Bergroll-Format. Bei den Frauen siegte ebenfalls zum 5. Mal in Folge Victoria Carl in 50:01,1 Min vor Lisa Lohmann und Pia Fink.

Weltcup Ruka
Am vergangenen Wochenende wurde in Ruka, Finnland, der diesjährige Weltcup der Skilangläufer eröffnet. Jan zeigte sich in den ersten Wettbewerben der Saison von seiner besten Seite.
Am Freitag stand der 10 km Einzelstart in Klassischer Technik auf dem Programm, den Jan jedoch nicht bestritten hat. Am Samstag folgte dann der Sprint in Klassik auf einer bekannt anspruchsvollen Strecke. Jan konnte im Prolog erneut mit einem starken Lauf überzeugen und sich als 11. von 80 Teilnehmern für die Finalläufe qualifizieren. Als bester und einziger Deutscher hatte er damit die Chance, sich in den weiteren Rennen zu beweisen.
Im Viertelfinale musste Jan einem gestürzten Kontrahenten ausweichen, und im langen Schlussanstieg hatte er leider zu glatte Ski, was dazu führte, dass er mehrfach wegrutschte. Letztlich belegte er den 21. Platz in der Gesamtwertung – eine beachtliche Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr, als er hier noch auf Platz 41 landete. Diese Leistung war von besonderer Bedeutung, da eine Platzierung unter den besten 30 eine Voraussetzung ist, um im Weltcupteam für die zweite Periode der Saison (die bis Davos geht) zu bleiben. Dies ist eine von vier Perioden, in denen sich die Athleten für die weiteren Weltcup-Rennen qualifizieren müssen.
Am Sonntag stand dann das 20 km Massenstartrennen in freier Technik an. Jan startete als 73. von 89 Teilnehmern, da er aufgrund seiner FIS-Punkte in dieser Disziplin noch nicht zu den Favoriten gehörte. Doch trotz der engen und schwierigen Strecke arbeitete er sich auf den 55. Platz vor – ein deutlicher Fortschritt im Vergleich zum Vorjahr, als er noch über 20 Plätze schlechter war. Mit dieser Verbesserung und der insgesamt starken Leistung zeigte sich auch der Bundestrainer sehr zufrieden.
Nach den erfolgreichen Rennen in Ruka fährt die Mannschaft heute weiter nach Lillehammer, Norwegen, wo am kommenden Wochenende der nächste Weltcup stattfindet. Jan wird voraussichtlich die 10 km Freistil im Einzelstart am Freitag sowie den Sprint in Freistil am Samstag laufen. Die Selektion ist aufgrund der hohen Konkurrenz in der A-Mannschaft stets spannend, denn für jedes Rennen gibt es nur sechs Plätze für Deutschland.
Weltcup Lillehammer
Am vergangenen Wochenende fand der Weltcup in Lillehammer, Norwegen, statt. Jan trat in mehreren Rennen an und durchlebte dabei Höhen und Tiefen.
Freitag – 10 km Freistil (Einzelstart)
Das erste Rennen über 10 km in freier Technik im Einzelstart fand am Freitag statt. Nach starkem Schneefall in der Nacht war die Loipe sehr weich. Dies stellte insbesondere für Jan mit seiner Startnummer 74 und seinem eher kräftigen Körperbau eine große Herausforderung dar. Am Ende reichte es nur für Platz 75 – ein Ergebnis, das für Jan enttäuschend war. Er hatte sich das Ziel gesetzt, unter die besten vier deutschen Distanzläufer zu kommen.
Samstag – Sprint in freier Technik
Der Samstag brachte dann eine Wende. Im Sprint in freier Technik lief Jan einen starken Prolog und belegte Platz 15 in einem extrem engen Rennen. In den darauffolgenden Heats erreichte er als bester Deutscher Platz 18 und stellte damit sein bisher bestes Weltcup-Ergebnis aus Livigno 2023 ein.
Ein sehenswerter Bericht dazu wurde am Samstag Nachmittag in der ARD-Sportschau ausgestrahlt. Über Jans Viertelfinale wird im folgenden Abschnitt des Berichts berichtet: ARD-Mediathek: 11:45 Min bis 14:45 Min Link zum Bericht
Sonntag – Skiathlon über 20 km
Am Sonntag wurde der Skiathlon über 20 km ausgetragen. Wie im Vorfeld abgesprochen, ging Jan bei diesem Rennen nicht an den Start.
Vorschau auf das kommende Wochenende
Das nächste Weltcup-Wochenende findet in Davos, Schweiz, statt. Dort stehen folgende Rennen auf dem Programm:
- Freitag: Teamsprint
- Samstag: Sprint
- Sonntag: 20 km Einzelstart in klassischer Technik
Ziel: Nominierung für die Tour de Ski
Nach dem Weltcup in Davos erfolgt die Nominierung für die Tour de Ski, die um den Jahreswechsel mit sieben Rennen in Italien ausgetragen wird.
Jan liegt mit zwei Top-30-Platzierungen im Sprint (21. und 18.) aktuell im internen Ranking weit vorne. Im Sprint-Weltcup belegt er derzeit Rang 18. Sollte er nach Davos weiterhin unter den Top 20 bleiben, könnte er für Deutschland einen zusätzlichen Startplatz sichern. Dies wäre ein großer Erfolg, da derzeit nur sechs reguläre Plätze für neun männliche A-Kader-Athleten zur Verfügung stehen.
Fazit
Mit seinem starken Auftritt im Sprint-Wettbewerb hat Jan ein Zeichen gesetzt. Die nächsten Rennen in Davos werden entscheidend für seine weitere Saison und die mögliche Teilnahme an der Tour de Ski sein. Es bleibt spannend!

Weltcup Davos
Am dritten Wochenende im Weltcup, das nun in Davos/SUI ausgetragen wurde, konnte Jan seine beeindruckende Serie fortsetzen. Besonders herausragend war der Freitag, an dem erstmals in dieser Saison ein Teamsprint in freier Technik stattfand. Zusammen mit seinem Partner Anian Sossau trat Jan für Deutschland 1 an. Im Prolog qualifizierten sich die beiden als 13. von 35 Mannschaften für das Finale der besten 15. Deutschland 2 verpasste das Finale knapp um 0,04 Sekunden und landete auf dem 16. Platz. Trotz der schwierigen Bedingungen im Abendfinale, das unter Flutlicht stattfand, arbeiteten sich Jan und Anian im Verlauf des Rennens nur leicht nach vorne und beendeten den Wettbewerb auf dem 10. Platz.
Am Samstag stand der dritte Sprint der Saison in freier Technik auf dem Programm. Auch hier zeigte Jan erneut seine Klasse: Im Prolog erreichte er den 18. Platz und qualifizierte sich somit für die Finalläufe. Die anderen deutschen Sprinter konnten sich nicht für die Endrunde qualifizieren: Elias Keck belegte den 33. Platz, Marius Kastner landete auf dem 45. Platz und Anian Sossau hatte nach einem Stockbruch das Rennen nicht beenden können. Im Finale erreichte Jan dann in seinem Heat den 5. Platz und konnte sich mit insgesamt Platz 22 behaupten. Damit hat er es in jedem Sprint des aktuellen Weltcups seit dem Wettkampf in Trondheim/NOR am 16.12.2023 unter die besten 30 geschafft – eine beachtliche Leistung.
Durch die konstant guten Leistungen in Ruka/FIN, Lillehammer/NOR und Davos/SUI hat Jan vor der Tour de Ski einen starken Platz 18 in der Weltcup-Sprint-Gesamtwertung erreicht. Dies sicherte Deutschland einen zusätzlichen Startplatz für die Tour de Ski, die in Kürze beginnt. Statt der ursprünglich vorgesehenen sechs Sprinter dürfen nun sieben deutsche Athleten, inklusive Jan, an diesem prestigeträchtigen Wettkampf teilnehmen. Die Nominierung für die Tour de Ski steht jedoch noch aus.
Es ist das erste Mal seit dem 21. Dezember 2013, dass ein deutscher Sprinter zu diesem Zeitpunkt der Saison eine solch starke Platzierung erreicht hat – damals war es Josef Wenzl. Auch in der Weltrangliste nach FIS-Punkten dürfte Jan einen deutlichen Sprung nach vorne machen. Zuletzt belegte er den 28. Platz in der Sprintwertung.
Nun bleibt Jan nur noch, sich über die Feiertage etwas zu erholen, bevor es am 28. Dezember in Toblach/ITA mit dem Start der Tour de Ski weitergeht. Es wird spannend zu sehen sein, wie sich der deutsche Sprinter dort schlagen wird.

Tour de Ski 2024
Die Tour de Ski 2024 brachte für Friedrich Moch mit dem 6. Platz im Gesamtklassement einen starken Abschluss. Für Jan verlief die Tour hingegen enttäuschend, da er sie nach einer Erkrankung an Silvester abbrechen musste.
Solider Sprint, schwierige Distanzrennen
Die Tour begann für Jan am 28.12. mit einem Sprint in freier Technik, bei dem er mit einem 15. Platz im Prolog und einer Viertelfinalteilnahme als 22. insgesamt ein solides Ergebnis erzielte. Bemerkenswert bleibt, dass Jan seit Toblach 2023 in jedem Weltcup-Sprint das Viertelfinale erreichte.
Am Folgetag, dem 29.12., musste Jan im 15-km-Massenstart in klassischer Technik mit einem 69. Platz jedoch eine Enttäuschung hinnehmen.
Silvester: Überforderung und Abbruch
Das nächste Rennen, ein 20-km-Einzelstart in freier Technik an Silvester, führte von Toblach bis zum Aussichtspunkt der 3 Zinnen. Hier versuchte Jan, mit der Startnummer 43 dem späteren Sieger Harald Östberg Amundsen (NOR) bergauf zu folgen. Dieser Kraftaufwand forderte jedoch seinen Tribut: Nach 10 Kilometern hatte Jan bereits einen Rückstand von 3:34 Minuten. In der zweiten Rennhälfte konnte er den Rückstand zwar deutlich verringern, aber letztlich reichte es nur für den 67. Platz.
Die Anstrengung zeigte Folgen: In der Nacht musste Jan sich mehrfach übergeben und konnte nicht an den Feierlichkeiten teilnehmen. Obwohl er anfangs plante, am Neujahrstag beim Verfolgungsrennen über 15 km zu starten, wurde beim Einlaufen klar, dass dies nicht möglich war. Auch der geplante Start beim Sprint in klassischer Technik am 3.1. im Val di Fiemme fiel aus, was besonders enttäuschend war, da hier gute Chancen auf das Halbfinale bestanden hätten.
Rückzug und Erholung
Enttäuscht verließ Jan gemeinsam mit Florian Notz, der ebenfalls ausfiel, die Tour de Ski, um sich im Allgäu zu erholen und zu regenerieren.
Kritik an der Tour de Ski
Die diesjährige Tour wurde von vielen Athlet:innen und Trainer:innen als zu distanzlastig und körperlich fordernd eingestuft. Bundestrainer Peter Schlickenrieder kritisierte den Verlauf der sieben Etappen deutlich: "Dieses höher, weiter, noch brutaler – das braucht kein Mensch, denn am Ende des Tages gewinnt trotzdem immer der oder die Beste," äußerte er in der ARD.
Ausblick: Weltcup und WM-Qualifikation
Jan hat inzwischen das Training wieder aufgenommen und bereitet sich auf die kommenden Weltcup-Rennen vor:
- 17.–19.01. in Les Rousses/FRA: Sprint in klassischer Technik
- 24.–26.01. in St. Moritz/SUI: Sprint in freier Technik und ggf. Mixed-Staffel (4x5 km)
- 31.01.–02.02. in Cogne/ITA: Team-Sprint und Sprint, jeweils in klassischer Technik
Hier möchte Jan seinen Startplatz für die WM in Trondheim/NOR (26.02.–09.03.) sichern und die offizielle Norm erfüllen (einmal Top 8 oder zweimal Top 15). Je nach Teamplanung könnten weitere Distanzrennen hinzukommen.
Fernsehberichte mit Interviews
- Sprint am 28.12. (FT): ZDF-Bericht, Interview ab 1:21 Min
- 15 km am 29.12. (MS Klassik): ZDF-Bericht, Interview ab 52:30 Min

Weltcup-Sprint in Les Rousses
Obwohl Jan noch nicht wieder richtig fit war, schaffte er im Prolog einen soliden 23. Platz und qualifizierte sich damit erneut für die Viertelfinals. Dort zeigte er ein engagiertes Rennen, geriet jedoch etwa 300 Meter vor dem Ziel in einer Kurve ins Straucheln. Dadurch konnte er seine Position nicht halten und belegte am Ende den 28. Platz im Sprint.
Trotzdem war er erneut bester Deutscher, auch wenn es sein bisher schwächstes Saisonergebnis war. Im Sprint-Weltcup bleibt Jan weiterhin auf Rang 20, während er in der FIS-Sprint-Weltrangliste aktuell Platz 19 belegt.
Die Live-Übertragung des Viertelfinales mit Jan ist zwischen 28:10 und 33:30 Minuten in der ARD-Mediathek verfügbar: Langlauf-Sprints Les Rousses.
Weitere Rennen waren in Les Rousses nicht vorgesehen.
Ausblick: Weltcup in St. Moritz
In der kommenden Woche steht der Weltcup in St. Moritz, Schweiz, an. Jan wird voraussichtlich am Freitag in einer Mixed-Staffel antreten und am Samstag den Sprint in freier Technik absolvieren.
Weltcup Engadin
Jan Stölben überzeugt in der Mixed-Staffel, hadert aber mit dem Wind im Sprint
Am vergangenen Wochenende fand in Silvaplana-Surlej der siebte Weltcup der Saison statt. Jan Stölben konnte vor allem in der Mixed-Staffel am Freitag mit einer starken Leistung überzeugen, hatte jedoch im Sprint am Samstag mit schwierigen Bedingungen zu kämpfen.
Freitag: Starke Leistung in der Mixed-Staffel
Zum ersten Mal in dieser Saison stand eine Mixed-Staffel über 4 × 5 km auf dem Programm, bei der zwei Männer und zwei Frauen in klassischer und freier Technik antraten. Aufgrund kurzfristiger Ausfälle musste das deutsche Team umgestellt werden. Jan lief wie geplant die dritte Strecke in der freien Technik, hatte jedoch beim Wechsel bereits 1:16,9 Minuten Rückstand auf die Spitze und übernahm an Position 13.
Mit einer beeindruckenden Vorstellung kämpfte er sich nach vorne und lief die viertbeste Zeit aller Athleten auf seiner Strecke – nur 13,7 Sekunden hinter dem schnellen Schweden Edvin Anger. Damit konnte er das Team bis auf Rang 11 nach vorne bringen, bevor die Schlussläuferin übernahm. Am Ende belegte die deutsche Mannschaft einen soliden neunten Platz.
Samstag: Sprint vom Wind beeinflusst
Am Samstag stand der Sprint in freier Technik auf dem Programm – eigentlich eine der stärkeren Disziplinen von Jan. Nach mehr als einem Jahr ohne verpasste Top-30-Platzierung wollte er erneut in die Heats einziehen. Doch starke Windböen machten den Wettkampf zu einer wahren Lotterie: Je nachdem, ob man in den Abfahrten Gegen- oder Rückenwind hatte, konnten entscheidende Sekunden verloren oder gewonnen werden.
Obwohl Jan sich körperlich sehr gut fühlte, reichte es am Ende nicht für die Qualifikation. Mit nur 0,45 Sekunden Rückstand auf die Top 30 belegte er Platz 37. Die weiteren deutschen Läufer landeten auf den Plätzen 43, 55, 65, 67 und 70. Entsprechend groß war die Enttäuschung, da er sich für dieses Rennen ein starkes Ergebnis erhofft hatte.
Sonntag: Geplante Pause
Für Sonntag stand kein weiteres Rennen auf Jans Programm, sodass er sich auf die kommenden Herausforderungen konzentrieren kann.
Trotz der Enttäuschung im Sprint konnte Jan mit seiner Leistung in der Mixed-Staffel ein starkes Zeichen setzen. In den kommenden Wochen wird er sich weiter gezielt auf die nächsten Weltcups und die bevorstehende Weltmeisterschaft vorbereiten.
Weltcup in Cogne
Jan Stölben hat am vergangenen Wochenende in Cogne seine bislang besten Weltcup-Ergebnisse erzielt und sich damit stark für die Weltmeisterschaft in Trondheim empfohlen.
Den Auftakt machte am Freitag der Teamsprint in der klassischen Technik. Jan lief im Prolog die beste Zeit der deutschen Athleten und bildete mit Janosch Brugger das Duo Deutschland 1. Trotz guter Leistung reichte es am Ende nur für Platz 16 von 34 Teams. Bundestrainer Peter Schlickenrieder lobte insbesondere Jans technisch sauberen Lauf und betonte, dass er für den Einzelsprint bestens gerüstet sei.
Am Samstag bestätigte Jan seine Form im klassischen Sprint. Mit Platz 24 im Prolog qualifizierte er sich erneut für die Heats – als einziger Deutscher. Im Viertelfinale belegte er den vierten Platz, was ihm am Ende Rang 18 einbrachte – sein bisher bestes Ergebnis in einem klassischen Sprint. Schlickenrieder zeigte sich zuversichtlich: „Das Halbfinale ist nur eine Frage der Zeit.“
Den Höhepunkt des Wochenendes setzte Jan am Sonntag im 10-km-Einzelrennen in der freien Technik. Nach einem verhaltenen Start konnte er sich über die Zwischenzeiten kontinuierlich nach vorne arbeiten. In der zweiten Rennhälfte hielt er sich an den späteren Drittplatzierten Norweger Nyenget und erreichte mit Platz 19 seine erste Top-20-Platzierung in einem Distanzrennen. „Eine tolle Leistung und ein deutlicher Schritt nach vorne“, lobte Schlickenrieder.
Mitte der Woche reist Jan mit einem Teil des Teams ins Vorbereitungscamp nach Toblach, bevor er in der darauffolgenden Woche beim letzten Weltcup vor der WM in Falun startet. Die endgültige Nominierung für die Weltmeisterschaft in Trondheim erfolgt am 16. Februar – nach seiner starken Leistung dürfte Jan gute Chancen auf einen Platz im WM-Team haben.
Weltcup-Sprint in Falun
Beim letzten Weltcup vor der Weltmeisterschaft in Trondheim, der in Falun stattfand, trat das deutsche Team nur mit vier Athleten an. Jan war einer der wenigen möglichen WM-Teilnehmer, die an den Start gingen, da er anschließend seine Vorbereitung in Norwegen fortsetzt.
Da das Rennen aus dem Training heraus gelaufen wurde, fehlte ihm die nötige Spritzigkeit, und mit Platz 40 verpasste er die Heats, was für ihn eine Enttäuschung war. Gestern reiste er mit den US-Amerikanern nach Norwegen und wird dort gemeinsam mit ihnen und den Italienern unter Markus Cramer in Sjusjøen trainieren.
Während sich die deutschen Damen in Schweden vorbereiten, kehren die übrigen Herren nach Deutschland zurück. In dieser Woche erfolgt die endgültige Nominierung des DSV für die Weltmeisterschaften, die vom 26. Februar bis 9. März stattfinden. Danach stehen noch Weltcups in Oslo, Tallinn und Lahti auf dem Programm.
Bitteres Aus für Jan
Am Donnerstag stand bei der Nordischen Ski-WM in Norwegen die erste Entscheidung für die Herren an: der Sprint in freier Technik. Jan Stölben sorgte dabei für eine faustdicke Überraschung. Im Prolog präsentierte sich der 22-Jährige in herausragender Form und belegte mit nur 4,05 Sekunden Rückstand auf Superstar Johannes Høsflot Klæbo einen sensationellen 7. Platz – bei über 180 Startern ein echtes Ausrufezeichen. Damit war Jan der einzige Deutsche, der sich für die K.o.-Heats qualifizieren konnte. Elias Keck verpasste als 32. die Qualifikation um Haaresbreite, ebenso Marius Kastner als 41.
Im Viertelfinale, Heat 5, lief für Jan zunächst alles nach Plan. Mit einer taktisch und technisch perfekten Vorstellung führte er das Rennen bis zur letzten Kurve an. Die Zwischenzeiten deuteten darauf hin, dass gleich mehrere Athleten aus diesem Heat realistische Chancen auf das Halbfinale hatten – die Lucky-Loser-Zeit lag über 1,7 Sekunden hinter Jan. Dann der bittere Moment: Der Schweizer Janik Riebli zog in der Kurveneinfahrt aus dem Windschatten an Jan vorbei und übernahm kurzzeitig die Führung. Doch etwa 250 Meter vor dem Ziel kam Riebli – ohne Fremdeinwirkung – zu Fall. Jan, direkt hinter ihm und ohne Ausweichmöglichkeit, kollidierte unverschuldet mit dem Gestürzten und verlor dabei jegliche Chance auf das Halbfinale. Was wie der große Durchbruch beim Saisonhöhepunkt aussah, verwandelte sich in Sekundenschnelle in einen Albtraum. Am Ende blieb Jan in seinem Heat nur der undankbare 5. Platz. In der Gesamtwertung bedeutete das Rang 21.
Trotz – oder gerade wegen – des unglücklichen Ausscheidens war Jan im Anschluss einer der gefragtesten Athleten. Große deutsche Medienhäuser wie ZDF, ARD, FAZ, Welt, Bild, Express und Spiegel berichteten ausführlich über den Vorfall und zeigten Interviews mit dem sichtlich enttäuschten, aber gefassten Nachwuchsläufer. Besonders hervorzuheben sind der ZDF-Bericht inklusive Heat-Analyse und Interviews mit Bundestrainer und Jan selbst, die Sportschau mit dem Titel „Sturz beendet Stölbens Medaillentraum“ sowie mehrere Beiträge von Eurosport, darunter ein ausführliches Interview mit Jan, in dem er sagt: „Es ist bitter und traurig – aber ich habe heute gezeigt, dass ich mit der Weltspitze mithalten kann. Das nehme ich mit.“
Trotz des unverschuldeten Aus bleibt festzuhalten: Jan Stölben hat mit seinem Auftritt im Prolog und dem couragierten Viertelfinale seine Klasse unter Beweis gestellt. Sein Name dürfte nach diesem Rennen nicht nur in Deutschland, sondern auch international in Erinnerung bleiben. Und: Die nächste Chance kommt bestimmt.
WM in Trondheim
Ein riesiges Volksfest der nordischen Sportarten ist am Sonntag mit der Nordischen Ski-WM in Trondheim zu Ende gegangen. Über 230.000 verkaufte Stadiontickets und eine unfassbare Begeisterung bei Wind und Wetter machten die Titelkämpfe zu einem Ausnahmeereignis. Höhepunkt war der 50-km-Massenstart mit Johannes Høsflot Klæbos sechstem Gold – allein hier säumten über 120.000 Zuschauer die Strecke.
Jan Stölben durfte das Spektakel hautnah miterleben und nahm am abschließenden Rennen teil, auch wenn er da bereits auf dem Heimweg war, als der große Triumphlauf stattfand. Zuvor war er am 5. März im Teamsprint gemeinsam mit Elias Keck im Einsatz. Nach einem starken 9. Platz im Prolog qualifizierten sie sich für das Finale der besten 15 Nationen und erreichten dort bei schwierigen Bedingungen den 10. Platz. Über 200 Liter Regen in vier Tagen hatten die Strecke aufgeweicht und das Rennen besonders anspruchsvoll gemacht.
Enttäuschend verlief für Jan die Nicht-Nominierung für die 4×7,5-km-Staffel, bei der die Wahl letztlich auf andere Athleten fiel – obwohl der Kursverlauf und das Renngeschehen mit sprintstarken Schlussläufern durchaus für ihn gesprochen hätten.
Mit Platz 21 im Einzelsprint (inkl. Prolog-Rang 7 von 182), Platz 10 im Teamsprint und Rang 57 im 50-km-Rennen erreichte Jan insgesamt starke Resultate und verzeichnete hinter Friedrich Moch (Platz 10 im Skiathlon) das zweitbeste deutsche Männereinzelresultat dieser WM.
Weltcup in Oslo
Am Wochenende nach der Weltmeisterschaft wurde in Oslo am Holmenkollen der nächste Weltcup durchgeführt.
Nach dem schweren 50km Rennen in Trondheim hatten alle noch etwas mit Müdigkeit zu tun.
Am Samstag wurde ein 20km Rennen in Klassik und Einzelstart durchgeführt, an dem Jan wie abgesprochen nicht teilgenommen hat.
Am Sonntag dann ein 10km Rennen in freier Technik mit Einzelstart. Hier konnte Jan nach dem guten Ergebnis in Cogne/ITA Anfang Februar, wieder weit nach vorne in die Punkte laufen. In einem Rennen, in dem die austragende Nation Norwegen 12 Starter stellen durfte, wurde Jan 23. und damit bester Deutscher. Platz 27. für Friedrich Moch, Platz 35 für Florian Notz und Platz 66 für Albert Kuchler. Damit konnte er alle Distanzläufer des DSV hinter sich lassen.
In der Gesamt-Weltcupliste steht er aktuell mit 310 Punkten auf Platz 49 als zweitbester der Deutschen und dürfte bei noch zwei ausstehenden Sprintrennen am Mittwoch in Tallinn/EST (hier wird nur Jan starten von den Deutschen Männer) und am Freitag in Lahti/FIN und einem Distanzrennen am Sonntag 50km Klassik in Lahti/FIN diese Position wohl auch behalten.
Bisher wurden 9 Sprint- und 18 Distanz-Rennen durchgeführt
Weltcup in Lathi
Zum Abschluss der Weltcup-Saison 2024/25 fanden in Lahti (FIN) noch einmal drei Wettkämpfe statt – mit starken Ergebnissen von Jan Stölben.
Am Freitag stand der 11. Sprint der Saison in freier Technik auf dem Programm. Jan überzeugte bereits im Prolog mit Platz 6 unter über 90 Startern – seine beste Prologplatzierung in diesem Winter. In Heat 5 dominierte er das Rennen von Beginn an und gewann erstmals in seiner Weltcup-Karriere einen Heat, womit er verdient ins Halbfinale einzog. Dort warf ihn ein Ausrutscher auf einer Eisplatte rund 500 Meter vor dem Ziel leider zurück. Am Ende wurde er 6. im Halbfinale und belegte Rang 11 im Gesamtklassement – ein weiteres starkes Ergebnis im Sprint.
🎥 ARD Mediathek: Viertelfinale & Halbfinale ab 54:30 und 1:18:45
Am Samstag folgte der Teamsprint. Jan lief im Prolog sensationell auf Platz 3 von 70 Startern – nur knapp hinter Superstar Klaebo. Zusammen mit Elias Keck belegte das deutsche Duo im Teamprolog Rang 5 von 35 Teams und zog souverän ins Finale ein. Dort erreichten sie Platz 7 – das beste Teamsprintergebnis des DSV seit zwei Jahren.
🎥 ARD Mediathek (kurzer Ausschnitt ab 12:00): Teamsprint-Zusammenfassung
Am Sonntag stand für Jan dann erneut ein 50-km-Rennen an, diesmal in der klassischen Technik – sein zweiter 50er innerhalb von drei Wochen. Trotz der Belastung erreichte er das Ziel auf Platz 53. Direkt im Anschluss reist er nun zu den Military World Games in Goms-Andermatt (Schweiz), die am Montagmorgen beginnen.
Im Gesamtweltcup schließt Jan die Saison auf Platz 40 mit 407 Punkten ab und ist damit zweitbester Deutscher hinter Friedrich Moch (Platz 12, 1004 Punkte). Im Sprint-Weltcup landet er auf Rang 20 – als mit Abstand bester deutscher Athlet der Saison 2024/25.
Sprint-Gold und Rollski-Coup: Jan überzeugt bei den Deutschen Meisterschaften
Am vergangenen Wochenende war Oberhof Austragungsort der Herbstwettkämpfe des Deutschen Skiverbandes. An drei Tagen standen hochklassige Rennen auf dem Programm: Am Freitag eröffnete ein traditioneller 10-Kilometer-Crosslauf am Rennsteig die Wettkämpfe, am Samstag folgten die Deutschen Meisterschaften im Sprint in freier Technik in der Skihalle, und erstmals wurde am Sonntag in der Lotto-Thüringen-Arena eine Deutsche Meisterschaft im Rollski über 10 Kilometer mit Ziel am Rennsteig ausgetragen.
Neben der nationalen Elite nutzten auch internationale Teams die Gelegenheit, sich in Oberhof zu messen. Italien war mit seiner kompletten A- und B-Nationalmannschaft vertreten, dazu kamen Starter aus Spanien, Korea, Brasilien und weiteren Nationen.
Sprint in der Skihalle: Titel erfolgreich verteidigt
Der Crosslauf am Freitag blieb für Jan außen vor, da der A-Kader Anfang der Woche die obligatorischen Leistungskontrollen auf dem Laufband absolviert hatte. Entsprechend konzentrierte er sich auf die beiden Hauptwettkämpfe.
Im Sprintwettbewerb am Samstag zeigte Jan bereits im Prolog seine Stärke: Mit der klar besten Zeit von 2:53,40 Minuten setzte er ein Ausrufezeichen und startete im ersten Heat. Das bekannte Auf- und Abstiegssystem des DSV sorgte für spannende Rennen, doch Jan behauptete sich souverän und erreichte nach zwei klaren Heat-Siegen das Finale um den Meistertitel. Dort kostete ihn ein kleiner Strauchler in der Zielkurve den Sieg, sodass er den spanischen Gaststarter Jaume Pueyo passieren lassen musste. Dennoch sicherte er sich als bester Deutscher erneut den nationalen Meistertitel. Rang zwei der deutschen Wertung ging an Anian Sossau, Bronze holte Elias Keck. Für Jan war es bereits der vierte Meistertitel in Serie im Sprint in freier Technik – mit gerade einmal 24 Jahren ein beeindruckender Erfolg.
Premiere auf Rollski: Platz vier in packendem Rennen
Am Sonntag feierte der Deutsche Skiverband eine Premiere: Erstmals wurde anstelle des traditionellen Rennsteig-Laufes eine Meisterschaft im Rollski in freier Technik ausgetragen. Über drei Runden in der Arena und einem finalen Anstieg hinauf zum Rennsteig musste sich Jan aufgrund seiner FIS-Punkte früh im Rennen beweisen. Mit einer starken Zwischen- und Endzeit von 24:34,9 Minuten setzte er zunächst eine deutliche Bestmarke.
Erst Friedrich Moch konnte diese Marke um 9,8 Sekunden unterbieten und sich den Meistertitel sichern. Dahinter ging es extrem eng zu: Thomas Bing lag nur 1,7 Sekunden, Janosch Brugger lediglich eine Sekunde vor Jan. Am Ende bedeutete das Rang vier und zugleich Jans bestes Resultat in einem Rollski-Rennen in Oberhof. Besonders bemerkenswert: Während seine Konkurrenten ausschließlich am Sonntag an den Start gingen, hatte Jan am Vortag bereits das Sprintfinale in den Beinen.
Fazit
Mit dem vierten Meistertitel im Sprint und einem herausragenden vierten Platz im Rollski blickt Jan auf ein äußerst erfolgreiches Wochenende zurück. Zusammen mit den positiven Ergebnissen der Leistungstests auf dem Laufband unterstreichen die Resultate seine starke Form. Damit geht der Blick bereits in Richtung der nahenden Wintersaison, in der Jan seine Leistung bestätigen möchte.
Weltcup in Davos und erste Periode:
Schwieriger Einstieg in die Weltcup-Saison 2025/2026.
Nach einer guten Vorbereitung im November hat Jan an den norwegischen Ausscheidungen in Beitostolen teilgenommen. Hier wurde er im klassischen Sprint 20. Im Prolog und Platz 18 im Finale.
Der Einstieg im Weltcup erfolgt traditionell in Ruka/Finnland.
Enttäuschender Auftakt im Weltcup Ende November in Ruka/FIN. Bei turbulenten Wetterverhältnissen haben die Deutschen an Tag 1 und 2 kein Glück mit dem Wachs gehabt. Nach stabilen Temperaturen unter -10 Grad unter der Woche, hat es vor dem Lauf am Freitag mit 10km Klassik angefangen zu schneien und wurde deutlich wärmer. Bei diesem Lauf war Jan dritter der 5 Deutschen Starter aber nur Platz 59 im Gesamtstand.
Am Samstag zum Sprint Klassik war es dann Plus 7 Grad und am Regnen. Dabei waren die Deutschen schlecht präpariert. Mit Platz 47 war Jan der beste von 4 Deutschen Herren. Sein schlechtestes Ergebnis seit über 3 Jahren.
Der zweite Weltcup hielt Station in Trondheim/Norwegen.
Im Klassik-Sprint am Freitag war Jan mit Abstand der schnellste Deutsche aber nur auf Platz 34. Wieder haben alle Deutschen Sprinter viel Zeit in den Gleitstücken verloren. Am Ende fehlten ihm 0,49 sec zur Qualifikation. Das war schon sehr frustrierend für Ihn, da er sich richtig gut fühlte.
Am Sonntag im 10km Lauf freie Technik hat er voll gepokert. Im Einzelstart ist Jan an Pos 76 30 sec vor J.H. Klaebo gestartet (6 facher Weltmeister aus Trondheim). Nach 2,5km hatte dieser Jan eingeholt und Jan ist bis KM 8,5 mit ihm gelaufen und hatte sich so bis auf etwa Platz 30 im Klassement verbessert. Zuletzt musste er aber dem Aufwand Tribut zollen und ist am Schluß. Es wurde Platz 58 und fünfter der deutschen Starter. Aber nur ein Platz unter 30 hätte ihm hier weitergeholfen.
Dritter Weltcup in Davos/Schweiz.
Im 3. Weltcup-Wochenende in Davos ist der Knoten endlich geplatzt. Am Freitag wurde ein Team-Sprint in freier Technik gelaufen. Hierbei zunächst ein Prolog von allen 36 Teams mit je zwei Läufern. Pro Land max. 2 Teams. Deutschland wurde von Jannis Grimmecke und Jan vertreten. Die 15 besten Teams qualifizieren sich für das Finale, welches dann im Massenstart gegeneinander ausgelaufen wird. Hierbei je Läufer 3 mal die Doppelrunde in Davos mit 1200m und Übergabe an den zweiten Läufer. Im Prolog der 76 Läufer wurde Jan 8. und Jannis 29. somit war Deutschland qualifiziert. Im Finale wurde beide dann 8. und erreichten damit ein sehr gutes Ergebnis für die Deutschen Männer.
Der Sprint in freier Technik am Samstag hatte ein großes Teilnehmerfeld (da sich auch die Exoten noch bis zu diesem WE für Olympia qualifizieren konnten, wenn sie entsprechende FIS-Punkte erreichen) von 101 Teilnehmern. Jan konnte wieder den 8. Platz erreichen und war damit für die Heats qualifiziert. Das war extrem wichtig, da nur ein Platz unter 30 die Qualifikation für den weiteren Weltcup und insbesondere für die Tour de Ski ab 28.12. bedeutet. Die weiteren Deutschen lagen auf Platz 57 Marius Kastner und Platz 61 Jannis Grimmecke und waren damit ausgeschieden. Im Heat 3 hatte Jan aber Schwierigkeiten sich günstig zu platzieren und wurde im schnellsten Heat leider nur 6. Damit insgesamt Platz 26.
Der Sonntag brachte noch einen 10km Lauf in freier Technik. Für Deutschland starteten die Distanzläufer Florian Notz als 12., Jakob Moch als 21., Janosch Brugger als 24. und Friedrich Moch als 32. jeweils als jeweils einziger Lauf am WE. Jan erreichte mit Platz 37. knapp dahinter sein bestes Distanzergebnis in dieser Saison bei 122 Teilnehmern. Das nach zwei Tagen Sprint-Belastung.
Tour de Ski 2026 – Eine emotionale Achterbahnfahrt und der Türöffner zu Olympia
Nach acht intensiven Tagen ist das deutsche Team in der Nacht aus Italien zurückgekehrt. Die Tour de Ski 2026 erwies sich für Jan als emotionale Achterbahnfahrt mit sechs Etappen in nur acht Tagen – und letztlich als entscheidender Schritt in Richtung Olympische Winterspiele.
Die Teilnahme an der Tour war keineswegs selbstverständlich. Erst durch seine starken Leistungen im Weltcup von Davos hatte sich Jan direkt qualifiziert. Von insgesamt 122 Startern bei den Herren durften lediglich sechs deutsche Athleten an der Tour de Ski teilnehmen.
Der Auftakt erfolgte mit dem Sprint in freier Technik in Toblach. Jan überzeugte bereits im Prolog mit Platz 14 und qualifizierte sich als einziger Deutscher für die Finalläufe. Im Viertelfinale kam es jedoch zu einer unglücklichen Situation: Nach einer Stockberührung durch Jack Young (USA) geriet Jan ins Straucheln und konnte den Sturz nur knapp vermeiden. Am Ende blieb Rang fünf im Heat und Platz 22 in der Gesamtwertung.
Über die 10 km Klassik am Montag erreichte Jan Platz 65 und war damit viertbester Deutscher – ein solides, wenn auch nicht herausragendes Ergebnis.
Nach einem Ruhetag stand an Silvester ein neues Wettkampfformat auf dem Programm: ein Heat-Massenstart über 5 km in freier Technik. Die Läufer wurden auf vier Läufe verteilt, deren Zeiten anschließend zu einem Gesamtergebnis zusammengeführt wurden – ein Format mit Lotteriecharakter, das für die Zuschauer dennoch sehr spannend war. Jan belegte Rang 40, da sein Lauf – trotz der Teilnahme von Johannes Høsflot Klæbo – nur der drittschnellste war. Er wurde hier drittbester Deutscher.
Am Neujahrstag folgte das 20-km-Verfolgungsrennen in klassischer Technik, gestartet nach den Abständen der Gesamtwertung. In Absprache mit den Trainern lief Jan das Rennen bewusst kontrolliert, um Kräfte für den anstehenden Sprint im Val di Fiemme zu sparen. Er belegte Platz 62.
Nach dem zweiten Ruhetag zog die Tour am Freitag ins Val di Fiemme um – jenen Ort, an dem in fünf Wochen die Olympischen Wettbewerbe der nordischen Sportarten stattfinden werden.
Am Samstag stand dort der Sprint in klassischer Technik auf der neuen Olympiastrecke an – und dieser sollte zum Wendepunkt der gesamten Tour werden. Im Prolog erreichte Jan mit Platz 12 erneut als einziger Deutscher die Finalläufe. Im ersten Heat suchte er bewusst zusammen mit Klæbo die Chance auf eine schnelle Zeit. Trotz Platz vier ging die Rechnung auf: Als Lucky Loser qualifizierte er sich für das Halbfinale – zum zweiten Mal nach Lahti im März 2025. Damit war bereits eine Teilnorm für Olympia (Platz unter den besten 15) erfüllt.
Im Halbfinale folgte dann der Lauf seines Lebens. Jan sprengte das Feld im Anstieg, lief hinter Klæbo als Zweiter ins Ziel und zog souverän ins Finale ein. Damit war die volle Olympianorm erreicht. Im Finale fehlten ihm schließlich die letzten Körner für eine weitere Attacke, dennoch wurde er hervorragender Sechster und nahm erstmals an einer Weltcup-Siegerehrung teil. Seit 2016 hatte kein deutscher Langläufer mehr ein Weltcup-Finale erreicht – für Jan ein echter Befreiungsschlag.
Zum Abschluss der Tour stellte sich Jan auch noch der legendären Finaletappe zur Alpe Cermis. Der brutale Anstieg über eine alpine Skipiste mit mehr als 400 Höhenmetern verlangte den Athleten alles ab. Jan belegte Platz 51 und beendete die Tour de Ski insgesamt auf Rang 45 von 122 Startern. In der Sprint-Gesamtwertung der Tour erreichte er einen starken neunten Platz.
Glücklich und sichtlich erleichtert trat Jan anschließend die Heimreise ins Allgäu an. Nach einer kurzen Regenerationsphase beginnt nun die gezielte Vorbereitung auf die Olympischen Winterspiele. Der Weltcup in Oberhof am 17. und 18. Januar wird auf Empfehlung der Trainer voraussichtlich ausgelassen. Der letzte Weltcup vor Olympia findet vom 23. bis 25. Januar in Goms (SUI) statt, mit Sprint und Teamsprint in den für Olympia relevanten Techniken.
Ausstehend sind nun noch die offizielle Nominierung durch den DOSB sowie die Olympia-Einkleidung in München. Welche weiteren Startplätze im Skilanglauf vergeben werden, ist derzeit noch offen. Meldeschluss ist der 20. Januar nach dem Weltcup in Oberhof.
Weltcup-Finale vor Olympia in Goms
Am letzten Weltcup-Wochenende vor den Olympischen Spielen standen in Goms (Schweiz) drei Rennen auf dem Programm, davon zwei in olympischen Formaten.
Am Freitag wurde der Teamsprint in freier Technik ausgetragen. Jan ging gemeinsam mit Elias Keck als Deutschland 1 an den Start. Im Prolog belegte Jan bei 70 Startern Platz 7, Deutschland 1 qualifizierte sich als Achter für das Finale, Deutschland 2 als Zehnter. Im Finale der besten 15 Teams erreichte Deutschland 1 Rang 7 – das beste deutsche Teamergebnis seit 2023. Deutschland 2 belegte Platz 13. In der Schlussrunde musste Jan nach einer starken Leistung zunächst einen Rückstand von rund vier Sekunden auf die Gruppe vor ihm schließen, wodurch im Zielsprint die Kraft für einen möglichen fünften Platz fehlte.
Am Samstag folgte der Sprint in klassischer Technik. Hier machte sich die Belastung des Vortages bemerkbar: Jan schied als 33. knapp vor den Viertelfinals aus. Nur etwa die Hälfte der Starter hatte am Freitag ebenfalls den Teamsprint bestritten. Eine ähnliche Konstellation hatte es bereits im Vorfeld der WM in Trondheim gegeben – ein gutes Omen.
Der abschließende 20-km-Massenstart in klassischer Technik am Sonntag fand ohne Jans Teilnahme statt.
Bis zum 6. Februar bleibt Jan in Goms zur weiteren Olympiavorbereitung, bevor die Anreise nach Tesero/Val di Fiemme erfolgt. Die Olympischen Spiele werden am 6. Februar eröffnet, Jans erstes Rennen ist der Sprint in klassischer Technik am 10. Februar.
Jan erstmals Sportler des Jahres – Konstantin-Preis im Kurfürstlichen Palais verliehen
Im festlichen Rahmen des Kurfürstliches Palais ist Jan erstmals vom Publikum zum Sportler des Jahres 2025 gewählt und mit dem Konstantin-Preis ausgezeichnet worden. Nachdem er seit 2017 nahezu durchgehend unter den fünf Nominierten der Region stand – zunächst in der Kategorie Nachwuchssportler des Jahres, später als Sportler des Jahres – konnte er sich nun erstmals den Titel sichern.
Dabei setzte er sich in der diesjährigen Abstimmung knapp gegen Samuel Fitwi durch, der 2024 als Olympiateilnehmer in Paris ausgezeichnet worden war.
In einer Video-Botschaft zeigte sich Jan sichtlich gerührt und dankbar für die große Unterstützung aus der Heimat. Die Wertschätzung des Publikums motiviere ihn zusätzlich, seinen sportlichen Weg mit voller Leidenschaft weiterzugehen.
Persönlich konnte er den Preis nicht entgegennehmen, da er sich nach den Olympischen Spielen noch auf der Heimreise ins Allgäu befand. Nach vier Wochen Abwesenheit steht nun zunächst eine kurze Erholungsphase an, bevor es im Weltcup nochmals ernst wird.
Bereits am Donnerstag startet mit der Anreise nach Falun in Schweden die letzte Weltcup-Periode der Saison. Auf dem Programm stehen drei Skandinavien-Wochenenden in Falun (SWE), Lahti (FIN) sowie Drammen und Oslo (NOR), ehe mit dem Saisonfinale in Lake Placid (USA) der Abschluss folgt.
Olympia 2026
Mit der Schlussfeier in der Arena von Verona gingen die 25. Olympischen Winterspiele zu Ende – ein unvergessliches Erlebnis und der bisherige Höhepunkt in Jans sportlicher Laufbahn.
Mit der erfolgreichen Qualifikation am 3. Januar und dem Erreichen der Olympianorm in Tesero begann das große Abenteuer. Am 15. Januar folgte in München die offizielle Einkleidung der bereits qualifizierten Skilangläufer, verbunden mit einem strengen Dresscode und vielen besonderen Momenten. In Absprache mit den Trainern entschieden sich Jan und Florian Notz dazu, den Weltcup in Oberhof auszulassen, um sich gezielt vorzubereiten. Stattdessen reisten sie zum Weltcup nach Goms in die Schweiz. Dort blieb Jan bis zu den Olympischen Spielen im Trainingslager und bereitete sich unter optimalen Bedingungen vor. Die Anreise zu den Spielen erfolgte am 5. Februar, einen Tag vor der Eröffnungsfeier.
Die Eröffnung der Olympischen Spiele wurde am 6. Februar auf vier Orte verteilt. Die Hauptveranstaltung fand in Mailand statt, während Jan und die nordischen Sportler in der Skisprungarena in Predazzo ihren Einmarsch feierten. Olympia war insgesamt ein beeindruckendes Erlebnis, auch wenn die nordischen Sportler in Tesero größtenteils unter sich blieben. Die Veranstaltung war stark abgeschirmt, sodass der direkte Kontakt zu den Athleten im Stadion kaum möglich war.
Sein erster Einsatz war der Sprint in klassischer Technik. Im Prolog erreichte Jan einen starken 11. Platz unter 94 Teilnehmern und qualifizierte sich souverän für die Finalläufe. Deutlich steigende Temperaturen erschwerten jedoch die Bedingungen. Mit zu wenig Grip auf den Klassik-Skiern konnte er im Viertelfinale nicht über Platz 5 hinauskommen. Am Ende bedeutete das Rang 22 und damit das beste deutsche Ergebnis in diesem Wettbewerb.
Ein besonderes Highlight war die Nominierung als Schlussläufer der deutschen 4 x 7,5 Kilometer Staffel am 15. Februar. Aufgrund der IOC-Kontingente standen lediglich zehn Staffelteams am Start, allesamt Nationen, die bei der letzten Weltmeisterschaft in Trondheim unter den Top 11 platziert waren. In den ersten beiden Klassik-Abschnitten verlor das deutsche Team viel Zeit und lag mit rund 40 Sekunden Rückstand auf Platz 8 zurück. Jan übernahm die Staffel beim dritten Wechsel auf Rang 9. Mit der drittbesten Laufzeit aller Schlussläufer zeigte er eine beeindruckende Aufholjagd: Er überholte den Schweizer Läufer mit 37 Sekunden Vorsprung und distanzierte den Schweden um mehr als eine Minute. Auch auf Tschechien und die USA konnte er deutlich Zeit gutmachen, sie jedoch nicht mehr einholen. Am Ende stand ein starker 8. Platz für die deutsche Staffel.
Im Teamsprint am 18. Februar war Jan erneut gesetzt. Bis kurz vor dem Rennen war offen, wer an seiner Seite starten würde. Schließlich fiel die Wahl auf Jakob Moch. Im Prolog belegte Jakob Platz 32, Jan überzeugte mit Rang 5 aller Starter. Die addierten Zeiten bedeuteten Platz 10 in der Qualifikation und damit den Einzug ins Finale der besten 15 Teams unter insgesamt 26 Mannschaften. Das Finale entwickelte sich zu einem taktischen Rennen, da Norwegen keine frühe Entscheidung suchte und das Feld lange zusammenblieb. Die Entscheidung fiel in der Schlussrunde. Bei der letzten Übergabe kam es zu einer Behinderung, sodass das deutsche Duo von Rang 7 auf Platz 11 zurückfiel. Jan kämpfte noch einmal um jede Sekunde, am Ende stand Platz 9 im Finale.
Auf einen Start über 50 Kilometer Klassik wurde verzichtet, da Jan ab Donnerstag wieder in Skandinavien und den USA bei den letzten vier Weltcups der Saison im Einsatz ist.
Viele Unterstützer aus der Eifel reisten nach Tesero und feuerten Jan vor Ort an. Dafür ein herzliches Dankeschön. Ein ebenso großer Dank gilt allen Sponsoren und Unterstützern. Ohne diesen Rückhalt wäre dieser Weg nicht möglich gewesen. Olympia bleibt ein unvergessliches Kapitel und Motivation für alles, was noch kommt.
Starkes Sprint-Ergebnis für Jan in Falun – Premiere im Skiathlon
Am vergangenen Wochenende wurde im schwedischen Falun der nächste Weltcup der Saison ausgetragen. Gleichzeitig war das Rennen eine wichtige Standortbestimmung, denn hier finden im Februar 2027 die Wettkämpfe der Nordischen Skiweltmeisterschaften statt.
Am Samstag stand der Sprint in der freien Technik auf dem Programm. Jan zeigte dabei eine sehr starke Leistung und erreichte mit Platz 4 im Prolog das bislang beste Qualifikationsergebnis seiner Weltcupkarriere. Zudem war er der einzige deutsche Athlet, der sich für die Finalläufe qualifizieren konnte.
Im Viertelfinale lief zunächst alles nach Plan. In der Abfahrt fuhr Jan jedoch zu dicht auf den Franzosen Chanavat auf und musste kurz Tempo herausnehmen. Dadurch fiel er von Rang zwei auf Platz fünf zurück. Im anschließenden Endspurt konnte er noch einen Platz gutmachen und wurde Vierter in seinem Lauf. In der Gesamtwertung bedeutete dies schließlich Rang 17 und damit zugleich sein zweitbestes Saisonergebnis in dieser Saison.
Am Sonntag folgte mit dem Skiathlon eine Premiere für Jan im Weltcup. Dieses Format war er zuvor noch nie gelaufen. Dabei werden zunächst 10 Kilometer in klassischer Technik absolviert, bevor nach einem Skiwechsel weitere 10 Kilometer im Skatingstil folgen. Für Jan war das Rennen daher auch eine gute Gelegenheit, beide Strecken bereits mit Blick auf die Weltmeisterschaften im kommenden Jahr kennenzulernen.
Die äußeren Bedingungen waren allerdings schwierig. In der Nacht waren rund 20 Zentimeter Neuschnee gefallen, wodurch sehr weiche und kräftezehrende Loipen entstanden. Unter diesen Umständen belegte Jan am Ende Rang 59.
Für das deutsche Team geht es nun zunächst noch einmal für einige Tage zurück nach Hause. Bereits am Donnerstag erfolgt dann die Anreise zum nächsten Weltcup nach Lahti in Finnland.
Weltcup Lathi 26
Die Saison neigt sich langsam dem Ende zu. Der drittletzte Weltcup fand im finnischen Lahti statt.
Am Samstag stand ein Sprint in freier Technik auf dem Programm. Im Prolog zeigte Jan erneut eine starke Leistung und belegte Platz 10. Die übrigen Deutschen landeten auf Platz 31 (Anian Sossau) und Platz 38 (Jannis Grimmecke). Im Viertelfinale wollte Jan, wie bereits im vergangenen Jahr, das Rennen von vorne gestalten. Es gelang ihm jedoch nicht, die Verfolger abzuschütteln, sodass er auf der Zielgeraden überspurtet wurde. Das Rennen verlief insgesamt sehr turbulent mit drei gelben Karten und einer Disqualifikation. Zwischenzeitlich wurde Jan auf Platz 4 geführt. Nachdem eine gelbe Karte zurückgenommen wurde, belegte er schließlich Platz 22. Durch seine Tempoarbeit konnten jedoch die späteren Dritt- und Viertplatzierten ins Halbfinale einziehen.
Am Sonntag folgte ein Einzelstartrennen über 10 Kilometer in klassischer Technik. Hier gingen alle deutschen Männer an den Start. Die Ergebnisse fielen insgesamt verhalten aus. Bester Deutscher war Friedrich Moch auf Platz 34, alle anderen Athleten, auch die Distanzläufer, landeten hinter Platz 60. Jan belegte Rang 67 und war damit viertbester Deutscher. In der klassischen Technik gibt es in diesem Jahr weiterhin große Herausforderungen beim Wachsen.
Heute reist das Team weiter nach Oslo. Am Donnerstag steht in Drammen ein Sprint in klassischer Technik an. Am Samstag folgen dann die legendären 50 Kilometer in freier Technik am Holmenkollen in Oslo, die Jan vor der Weiterreise nach Lake Placid (USA) unbedingt noch mitnehmen möchte.
Weltcup in Norwegen: Jan bester Deutscher im Sprint von Drammen
Der vorletzte Weltcup der Saison wurde am vergangenen Wochenende in Norwegen ausgetragen. Für das deutsche Team standen dabei gleich zwei besondere Wettkämpfe auf dem Programm.
Den Auftakt machte am Donnerstag der Sprint in der klassischen Technik in Drammen bei Oslo. Im Prolog zeigte Jan erneut eine starke Leistung und belegte mit Rang 11 einen hervorragenden Platz. Damit war er deutlich bester Deutscher. Die übrigen deutschen Starter landeten auf den Plätzen 64, 68 und 69, sodass sich Jan als einziger Deutscher für das Viertelfinale qualifizieren konnte. In seinem Heat belegte er dort den fünften Platz, was am Ende Rang 23 im Gesamtklassement bedeutete. Eine ganz vordere Platzierung blieb diesmal leider aus. Vielleicht gelingt ihm diese noch beim Weltcup-Finale in den USA.
Am Samstag folgte dann eines der traditionsreichsten Rennen im gesamten Weltcup-Kalender: die legendären 50 Kilometer am Holmenkollen in Oslo. Jan wollte unbedingt an diesem besonderen Rennen teilnehmen – vor allem wegen der einzigartigen Atmosphäre und der vielen Zuschauer entlang der Strecke. Die Trainer stellten ihm die Teilnahme frei, und so ging er vor unzähligen Fans, allerdings bei dichtem Nebel, auf die Strecke. Insgesamt waren sechs Runden à 8,5 Kilometer zu absolvieren. Am Ende erreichte Jan den 52. Platz. Im Ziel wurde zudem Lucas Bögl verabschiedet, der in Oslo sein letztes Weltcup-Rennen für Deutschland bestritt.
Bereits am Sonntag machte sich das deutsche Team auf die Reise in Richtung Nordamerika. Zunächst ging es von Oslo nach Frankfurt, am Montagmorgen folgte der Weiterflug nach Montreal. Von dort aus reist die Mannschaft weiter nach Lake Placid, dem Austragungsort der Olympischen Winterspiele 1980. Dort finden am kommenden Wochenende die letzten Wettkämpfe der Weltcup-Saison statt:
Freitag: 10 km klassisch, Einzelstart
Samstag: Sprint in freier Technik
Sonntag: 20 km in freier Technik, Massenstart
Damit steht für Jan und das deutsche Team der große Saisonabschluss in den USA bevor.